HOVAWARTZUCHT Vom Kuhlerkämper Blues

                              Meine erste Geschichte

 

Einleitung:

An dieser Stelle möchte ich mich kurz persönlich vorstellen. Ich heiße Axel Janßen, bin 56 Jahre jung, habe zwei tolle Jungs, eine prima und unverwüstliche Mama und meine Superhündin DUSCHKA vom Olen Hus. Wir sind für Anregungen, Ideen, Fragen oder für ein einfaches Hallo, dankbar. Was ist schon eine Homepage ohne Kommunikation und Feedback? Das lass ich jetzt doch lieber mal so offen stehen, habe dazu aber meine eigene Meinung. Also, welches Foto gefällt am besten, was wollt Ihr noch so wissen und wenn`s denn gefällt, schreibt`s...

 

Liebe Hovi-Freunde und Hundeverrückte!

 

Ja, Hallo, ich bin`s tatsächlich mal selbst, sozusagen der Clancheff vom Kuhlerkämper- Blues-Rudel himself! Und ja, ich habe mal ein wenig Zeit hierfür übrig und auch ja, aller Anfang ist schwer! Zwar bin ich "Cheffe", aber wissen das die Anderen denn auch immer gleich? Jawoll sage ich mal, es geht halt nichts über eine gesunde Autorität ohne das man gleich immer autoritär daherkommt...

Und jetzt sind wir quasi schon ohne Umschweife in der Materie drin, die da heißt: Hundeverhalten, Hundeerziehung, Tierverhaltensforschung allgemein. Mittlerweile gibt es ja nichts, was es nicht gibt, und ich möchte an dieser Stelle nicht die vielen Literaturtipps und Hundesendungen aufzählen (oder besser gesagt: herunterbeten...) und alles Mögliche wiederholen, was Sie werter Leser, nicht schon selbst gehört, gesehen oder gelesen haben. Denn, und das ist der Punkt, darum alleine geht es ja gar nicht! Es geht doch in letzter Konsequenz darum, ob ich es auch verstanden und verinnerlicht habe! Wohlgemerkt ich, also Sie geneigter Leser, wir müssen uns an die eigene Nase packen, einmal richtig durchschnaufen und mal richtig aufräumen und durchsortieren, was alles so in den Medien herumgeistert und letztendlich –trotz sicherlich anfangs gut gemeinter Ansätze- doch eher nur der Vermarktung dient.

 

Also, erstes Gebot: Seit wachsam, kritisch und reflektiert erst einmal alles bezogen auf den eigenen Hausgebrauch. Wichtig ist m.E. auch dabei, dass man die Grundlagen ein wenig kennt, sich also schon Basiswissen angeeignet hat. Das ist bei jedem Menschen anders, denn jeder hat seine eigenen Lernmethoden entwickelt. Wenn ich hierzu einen Tipp geben darf, was die Hundeerziehung, die Fremdsprache "hündisch" anbelangt, ist es vorteilhaft, pragmatisch zu denken. Also, wendet Euch (ich darf vielleicht das unter "Hundeleuten" verwendete Du an dieser Stelle einbringen) an die Hundebesitzer, die auch selbstkritisch genug sind, über ihre eigenen Fehler zu erzählen, geht auf die Hundeplätze, die nicht das "Blaue vom Himmel" versprechen oder ihre Methode als die allein seligmachende verkaufen, geht auch nach dem eigenem Bauchgefühl. Ganz wichtig ist es nämlich, dass sich sowohl der Hund als auch Herrchen und Frauchen bei den Ausbildern wohl fühlen müssen. Es kommt nicht darauf an, irgendwelche Doktrinen herunterzubeten oder Hundegurus anzubeten und an deren Lippen zu hängen! Es geht letztendlich allein darum: Wie sag ich`s meinem Hund, und was haben wir Beide davon! Um es gleich vorwegzunehmen, man muss auch hier seine eigenen Erfahrungen sammeln. Es gibt halt nicht nur den Verein, den Ausbilder, die Richtung, das Buch, den Hund und den idealen Hundebesitzer. Wir lernen also am besten aus verschiedenen Quellen und lassen uns kreativ inspirieren. Wir sollten versuchen, auf alles eine Antwort zu finden, bevor uns unser Hund diese Antwort quasi aus der Hand nimmt. Der ist nämlich in aller Regel immer noch wesentlich instinktsicherer veranlagt als wir Menschengeschöpfe. Und wie denkt der Hund? Jawohl: unkonventionell, höchstkreativ, spontan und opportunistisch! Er hat es also gut drauf, wenn etwas zu lange dauert, es selbst in die Hand zu nehmen, also selbst zu entscheiden. Und da fängt es in gewisser Weise schon an. Er stellt sich über uns und agiert selbständig. Er hat es eben so drauf und meint das gar nicht böse. Das hat, alles natürlich hier sehr einfach ausgedrückt, etwas mit seinem eigentlichen Überlebenstrieb zu tun. Als kleines Beispiel sei genannt: Fällt dem "Boss" was aus der Hand herunter oder liegt einfach nur so herum, so kann das aus seiner Sicht nur Beute oder etwas sein, was ihm überlassen worden ist. Er holt sich`s, bevor ein Konkurrent es macht.

 

Was kann man ganz einfach hieraus lernen? Wir Menschen müssen in vielen Belangen lernen umzudenken. Dabei müssen wir mindestens so kreativ wie der Hund sein und einfach auch mal schneller "schalten"! Ganz wichtig ist, dabei auch zu wissen, dass der Hund nichts macht um uns zu ärgern. Er macht es in aller Regel aus seinem Triebleben heraus, den (noch vorhandenen) Instinkten und aus dem, was er von uns lernt, sich abguckt, ausprobiert und aneignet. Genauso verfährt er auch mit seinen Artkollegen und insbesondere mit anderen artgleichen Rudelmitgliedern. Er (der Welpe und der junge Hund) probiert immer wieder auf`s Neue aus, wie weit er gehen darf und wo die Grenzen sind. Und das liebe Leser, dass ist ja das Spannende! Was kann ich als neuer stolzer Hundebesitzer dafür tun, das mein neuer quicklebendiger Mitbewohner auch Lehren annimmt, damit unser Zusammenleben dauerhaft funktioniert.

 

Hier gilt tatsächlich und unumstößlich der Weiseste aller weisen Hundeverstehersprüche:

Mit Geduld und liebevoller Konsequenz erziehen!

 

Nicht so schnell aufgeben, beharrlich bleiben, nicht auf den Hund "einlabern" sondern klare, kurze und prägnante Dinge einfordern, absolut nicht überfordern. Es sollten einfache und machbare Forderungen von uns sein, die der Hund dann irgendwann auch versteht und vor allen Dingen: auch akzeptiert! Das kann man im Laufe der verschiedenen Lebens- und somit auch Lernphasen entsprechend mit kleinen, kurzen Übungen trainieren und somit verfestigen. Aber gemach, gemach, alles in kleinen Schritten und immer daran denken: Jeder Hund ist anders und lernt auch anders. Da kann man in der Vergangenheit schon einige Hunde gehabt haben, man kann diese individuellen Seelen nicht in ein gleiches Schema pressen. Wir müssen uns ständig bemühen, auf dieses besondere eigenständige neue Rudelmitglied mit viel Liebe und Sorgfalt einzugehen.

So lernen wir m.E. recht gut auf diese speziellen und individuellen Bedürfnisse einzugehen und lernen darüber hinaus, auch besser zu verstehen, wie diese kleinen Quälgeister so ticken! Das hat langfristig den Vorteil, daß wir begreifen, für diesen kleinen Schisser verantwortlich zu sein. Er braucht uns und er wird sich dann auch unterordnen und das außerartliche Miteinander schneller und besser verstehen. Alles, was wir da an Liebe und Hingabe reinstecken, bekommen wir dann vielfach zurück. Zu Neudeutsch: Input ist gleich Output! Wir bekommen aber nichts geschenkt, oder einfach so von selbst. Es helfen dann, und da sind wir quasi wieder am Anfang, auch keine zig Fachbücher im Schrank oder etliche Hundeversteher-Foren im Internet und was es sonst noch so alles gibt. Wir selbst, der Mensch ist gefordert, sich aktiv und eigenständig, zusammen mit seinem neuen Rudelmitglied zu beschäftigen und diese große Herausforderung eigenverantwortlich anzunehmen. Und das liebe Neubesitzer und "Hundeanfänger", kann richtig viel Spaß und Freude bereiten und unserem Leben frische Impulse geben. Da werden wieder ganz neue und längst verschüttet geglaubte Lebensgeister geweckt! Und das, liebe Freunde des Kuhlerkämper Rudel`s, das ist die supergute Nachricht dieser meiner ersten Geschichte...

Und wenn Du nicht schon eingeschlafen bist (wehe!), dann raff Dich jetzt endlich wieder auf, lass das Internet Web (ha) sein und mach was mit Deinem Hund oder wen Du auch sonst gerade glücklich machen möchtest!

 

Schönes Gassi gehen wünscht Euch

Der Kuhlerkämper Blues

Axel Janßen

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